Kindheiten in Oberhausen  

Projektname: Erstellung und Präsentation des Buches „Kindheit(en) in Oberhausen – ein Augsburger Zeitzeugenprojekt“

Träger: Förderverein des Maria-Theresia-Gymnasiums der Stadt Augsburg e.V.

Kategorie: Lokale Erinnerungskultur

Fördersumme: 2.800,00 €

Weitere Informationen:
www.mtg-augsburg.de/schulfamilie/foerderverein.html
www.kindheiten-in-oberhausen.de
 

Das P-Seminar des Maria-Theresia-Gymnasiums in Augsburg führte ein Jahr lang Zeitzeugengespräche und wertete diese aus. Ergebnis war das Buch „Kindheit(en) in Oberhausen – ein Augsburger Zeitzeugenprojekt“, welches bei einer Buchpräsentation zum Jahresende 2012 vorgestellt wurde.

Wie der Titel bereits verrät, beschreiben die Inhalte des Buches Geschichten über Menschen, die in Oberhausen aufgewachsen sind. Dabei entstand eine Sammlung von Lebensberichten junger Menschen beginnend in den 1920er Jahren bis zur Gegenwart. Das Buch spiegelt die Vielfalt Oberhausens im Zeitraum von acht Jahrzehnten wieder, wie sie auch heute noch existiert.

Innerhalb des Seminars führten die SchülerInnen Gespräche mit Zeitzeugen, brachten die Interviews anschließend in eine schriftliche Form und gestalteten ein passendes Layout. Das Projekt bot für alle SeminarteilnehmerInnen eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich mit ihren individuellen Stärken aktiv und erfolgreich einzubringen. Während der gesamten Laufzeit des Projektes machte sich ein außerordentliches Engagement und große Motivation bemerkbar. Viele TeilnehmerInnen haben einen Einblick in Lebensbereiche gewonnen, die sie als SchülerInnen und gesellschaftliche Akteure so noch nie erlebt haben.

Der direkte Kontakt zu den jeweiligen Zeitzeugen wirkte als zusätzlicher Ansporn. Es gelang den SchülerInnen ihre soziale Kompetenz zu fördern, da sie sich auf andere Menschen über Generationengrenzen und Kulturkreise hinweg einließen und ein Vertrauensverhältnis zu den Zeitzeugen aufbauen konnten.

Aber auch die medial-technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der SchülerInnen sind bemerkenswert. Die TeilnehmerInnen des P-Seminars erarbeiteten das gesamte Layout selbstständig und nahmen Kontakt mit verschiedenen Druckereien auf. Die 15 SchülerInnen übernahmen neben der Sammlung der Informationen damit auch die Produktion des Buches.

Die ersten 240 Exemplare des Buches wurden zum Großteil verkauft oder auf Anfrage als Belegexemplare Einrichtungen wie dem Stadtarchiv Augsburg zur Verfügung gestellt. Das Projekt wurde vom Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“ gefördert. Mittlerweile sind die Biografien auch online unter www.kindheiten-in-oberhausen.de