Gedenkveranstaltung zum Tag der Muttersprache 

Projektname: Gedenkveranstaltung zum Tag der Muttersprache

Träger: Deutsch-Bengalische Gesellschaft Augsburg e.V.

Kategorie: Gedenkstunde

Fördersumme: 1.800,00 €

Weitere Informationen:
www.interkultureller-stadtplan.de
 

Am 25.2.2012 veranstalte die Deutsch-Bengalische Gesellschaft Augsburg e.V. in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Augsburg und mit Unterstützung des Bundesprogrammes „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ eine Gedenkveranstaltung zum Tag der Muttersprache im Augsburger Rathaus.

Die UNESCO hatte den 21.Februar im Jahr 1999 zum Tag der Muttersprache erklärt. Den historischen Hintergrund dazu lieferte eine Demonstration im Jahr 1952 in Pakistan, bei der mehrere Menschen im Kampf um den Erhalt ihrer Muttersprache starben. Das abgebildete „Shaheed Minar“ in Dhaka erinnert heute an diese Opfer. Nachdem immer noch viele Sprachen öffentlich nicht wahrgenommen werden und viele Sprachen zu verschwinden drohen, widmete sich die Deutsch-Bengalische Gesellschaft Augsburg e.V. innerhalb des Aktionstags „Vielfalt in der Friedensstadt“ dem Thema Sprache.

Sprache ist in Zeiten der Vielfalt ein wichtiger Bestandteil. Unabhängig davon, welche Sprache man erlernt, dient sie stets zur besseren Verständigung und dem individuellen Erfolg. Deshalb ist es besonders wichtig, den Wert der eigenen Sprache zu verstehen und den anderer Sprachen zu respektieren.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hermann Weber wurde am Beispiel Bangladesch mit einem Grußwort des bengalischen Botschafters Mosud Mannan, dem Vortrag des Zeitzeugen Abdul Gaffer Chowdhury der Demonstrationen von 1952 und einem wissenschaftlichen Referat zum Thema der „Tag der Muttersprache“ gewürdigt. Begleitet von traditioneller Musik und einem Video, das die Geschichte des Landes schildert, wurden den BesucherInnen das Land und seine Kultur näher gebracht. Organisiert wurde die Veranstaltung u.a. vom Vorstand der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft, Herrn Fazlur Rahman.

Die Veranstaltung nutzte das Thema Muttersprache als Beispiel zur Einübung demokratischer Strukturen im Sinne der Toleranz und der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit. Sie diente eben- so der Selbstvergewisserung von MigrantInnen um den Wert der eigenen Sprache.