ICH BIN unSICHTBAR 

Projektname: ICH BIN unSICHTBAR

Träger: bluespots productions

Kategorie: bluespots productions

Fördersumme: 4.999,78 €

Weitere Informationen:
www.ichbinunsichtbar.de/11/
www.bluespotsproductions.com/node/19
www.facebook.com/IchBinUnsichtbar
 


Das Ensemble von bluespots productions bemühte sich in seinem Projekt „ICH BIN unSICHTBAR“ um eine kreative Darstellung der Flüchtlingsproblematik in Augsburg. Inhalt der Kampagne war es, die Situation und die menschlichen Erfahrungen der Flüchtlinge künstlerisch wiederzugeben. Auf diese Weise sollte ein Diskurs zwischen AugsburgerInnen mit und ohne Asyl angeregt werden.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Verein „Tür an Tür – miteinander wohnen und leben e.V.“ entstand der erste Kontakt zu den Asylsuchenden. Über acht Monate lang führten die Ensemble-Mitglieder Interviews mit ihnen. Die Flüchtlinge und ihre Geschichten stellten zum einen eine Inspiration für die Künstler dar und zum anderen wurden sie in den künstlerischen Produktionsprozess miteinbezogen.

Das Ergebnis der erfolgreichen Kollektivarbeit waren zwei Theaterstücke, zwei Filme, eine Fotoausstellung und ein Schreib-, bzw. Literaturworkshop. Die erste Vorstellung fand am Internationalen Tag des Flüchtlings, am 20. Juni 2012, im Rathaus und auf dem Rathausplatz in Augsburg statt. Im Rahmen des Augsburger Fridensfestes am 8. August nutzte das Ensemble die Möglichkeit, seine Werke nochmals zu präsentieren.

Hauptattraktion des Projekts war DAS unSICHTBARE THEATER. Hierbei mischten sich Schauspieler, ausgestattet mit Funkmikrofonen, unter die Passanten auf dem Rathausplatz. Das Publikum verfolgte die Dialoge über Kopfhörer vom Rathausbalkon aus. Aufgabe war es nun, durch aufmerksames Betrachten und genaues Zuhören die Schauspieler in der Menschenmenge zu erkennen. Das Publikum konnte sich dadurch in das Leben der verschiedenen Menschen hineinversetzen und Gemeinsamkeiten entdecken.

Um eine größere Zahl an Menschen mit dem Thema Flüchtlinge vertraut zu machen, wurden darüber hinaus im Rahmen des Stücks „Flücht-Artig“ kurze Theaterstücke einstudiert, bei denen die Schauspieler durch die Stadt zogen und an öffentlichen Orten, wie z.B. vor der City Galerie oder in der Altstadt, eine Vorstellung gaben.

Außerdem wurde auch ein Kurzfilm geboten, der sich mit dem Begriff „Heimat“ auseinandersetzte. Zusätzlich wurde eine Dokumentation mit dem Titel „Leben verboten“ erarbeitet. Beide Filme entstanden in enger Zusammenarbeit mit Flüchtlingen. In einer Fotoausstellung präsentierte das Ensemble Portraitfotos von Flüchtlingen, die sich zum Teil mit der beruflichen Perspektivlosigkeit der Auswanderer auseinandersetzten. Des Weiteren verfasste man in einem Schreibworkshop gemeinsam Texte zur Situation, Heimat und Flucht der Asylbewerber.

In der Gesamtheit war das Projekt mit rund 1.000 Besuchern ein großer Erfolg. In dem Buch „ICH BIN unSICHTBAR.DE – Eine Kampagne mit und für Flüchtlinge“ veröffentlichte das Ensemble die Ergebnisse der gesamten künstlerischen Arbeit“.