Integration von Flüchtlingskindern 

Projektname: Integration von Flüchtlingskindern/ -jugendlichen und ihrer Eltern in die Augsburger Stadtgesellschaft

Träger: Landeskirchliche Gemeinschaft Augsburg e.V.

Kategorie: Kinder- und Jugendarbeit

Fördersumme: 2.000,00 €

Weitere Informationen:
www.lkg-augsburg.de
 


Die Landeskirchliche Gemeinschaft in Augsburg e.V. (LKG) verfolgte mit dem Projekt die Absicht, Flüchtlingskinder und – jugendliche und deren Eltern in die Stadtgesellschaft zu integrieren. Durch verschiedene Angebote und Aktivitäten, beispielsweise gemeinsames Spielen, eigneten sich die Flüchtlinge Sprachkenntnisse an, sie lernten verschiedene Kulturen kennen, nahmen soziale Basisregeln in ihr Bewusstsein auf und erlangten die Fähigkeit, demokratisch und tolerant miteinander umzugehen. Der Lerneffekt beschränkte sich dabei nicht nur auf die Flüchtlingskinder. Es fand ein gegenseitiges Lernen zwischen AugsburgerInnen mit und ohne Asyl statt. Damit verfolgte das Projekt ein Kernanliegen des Bundesprogrammes TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN.

Die LKG bot den Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Freizeitaktivitäten und eine Hausaufgabenhilfe an. Um den Kontakt zu den Eltern der Flüchtlingskinder aufzubauen, wurden auch gemeinsame Mahlzeiten in das Programm aufgenommen. Es fanden zusätzlich Familienbesuche bei der Flüchtlingsjugend statt. Die Nähe zu den Familien der Kinder half den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, sich besser in die Gefühlslage der Flüchtlingskinder hineinzuversetzen und war folglich sehr hilfreich für die Arbeit mit ihnen. Gemeinsam brachten sie den Kindern ein angemessenes Konfliktverhalten bei, übten demokratisches und soziales Verhalten ein und boten ihnen auch Raum für individuelle Interessen, wie zum Beispiel das Erlernen von Computerkenntnissen. Neben dem gemeinsamen Spielen, Basteln und Kochen wurden auch größere Ausflüge und Projekte geplant und durchgeführt.

Beim Fußballspielen mit 60 Kindern wurden kulturelle Unterschiede irrelevant und gegenseitige Wertschätzung und Toleranz traten in den Vordergrund. Auch die Teilnahme von 14  Flüchtlingskindern am Martinsumzug des Gemeindekindergartens „Spatzennest“ förderte die soziale Integration. Die Weihnachtsfeier im Gemeindezentrum bot zusätzliche Gelegenheiten, sich besser kennen zu lernen. Alle Unternehmungen gaben den Flüchtlingskindern ein Gefühl von Akzeptanz und Sicherheit in einem zunächst fremden Land.

Zum Abschluss des Projektes fanden zwei Ausflüge statt.Neun Kinder unternahmen eine Fahrt zum Ammersee. Für insgesamt sieben Jugendliche ging es zum Tegernsee und auf den Wallberg. Insgesamt nahmen 89 Flüchtlingskinder und -jugendliche am Projekt teil.