0821 – Fremde Träume 

Projektname: 0821 – Fremde Träume

Träger: Jugendmigrationsdienst,
Diakonisches Werk Augsburg e.V.

Kategorie: Theater

Fördersumme: 5.926,29 Euro

Weitere Informationen:
www.0821-theater.de
www.jugendmigrationsdienst-augsburg.de
 


 

Das Theaterstück „0821 – Fremde Träume“ ist in Zusammenarbeit von Petra Leonie Pichler, Alexander Vos und mit Hilfe des Jugendmigrationsdienstes der Diakonie Augsburg entstanden. Es basiert auf Gesprächen und Interviews mit Augsburger Jugendlichen verschiedenster Nationalität und kultureller Hintergründe.

Ziel des Projekts war es, das Leben Jugendlicher abseits von medienpopulistischen und  verallgemeinernden Darstellung der Themen Integration, Nationalität und Zugehörigkeit darzustellen.
Vielmehr sollte gezeigt werden, dass die größte Herausforderung noch immer das Erwachsenwerden selbst ist:
Liebeskummer, Zukunftsängste, Selbst- und Fremdbestimmung, Eltern anlügen und  seinen eigenen kleinen Weg in der großen Welt finden. Das sind die Fragen, die sich alle Jugendlichen fernab von Herkunft und kultureller Prägung stellen.

Die Darstellerinnen und der Kostüm- / Bühnenbildner kommen aus Familien mit Migrationshintergrund und wirkten aktiv bei der Inszenierung mit. In diesem Stück verbanden sich Theater, Musik, Kurzfilm und fotografische Projektionen. Die drei Schauspielerinnen haben im Laufe der  Proben eine Band gegründet, die ihre eigenen Songs schreibt und performt. Das Theaterstück selbst arbeitete frei mit den kreativen Impulsen der Lieder, um einen authentischen und künstlerischen Einblick in die Ängste und Träume der Jugendlichen geben zu können.
Die beiden Aufführungen des Stücks fanden am 7. und 8. Juli 2011 im Provokationsraum Augsburg statt.

Rahmenhandlung des Theaterstücks:
Die drei Freundinnen und Bandkollegen Cigdem, Robin und Nilofaar stehen kurz vor ihrem Realschulabschluss. Doch die große Freiheit und Welt, auf die sie sich Jahre lang freuten, wirkt plötzlich erdrückend klein. Cigdem soll eine Ausbildung in Donauwörth anfangen, Robins Eltern wollen zurück nach Russland und Nilofaar muss sich zwischen ihrer aktuellen Lebenssituation und einer neuen entscheiden. Dabei haben die drei viel größere Ziele, ob sie es schon wissen oder nicht. Gefangen in den Erwartungen der anderen, familiären Zwängen, eigenen Emotionen und den Meinungen ihrer Lehrer sehen sie keinen anderen Ausweg, als einen verzweifelten Pakt zu schließen. Doch wie viel Vertrauen haben sie ineinander und in sich selbst? Sie wissen nur eins: Alles ist besser, als fremde Träume zu leben, wenn man eigene hat!

+ Flyer als PDF zum Download