Deutsch-türkisches Jugendfilmprojekt: „Es sind wir“ 

Projektname: Es sind wir

Träger: Theter e.V. Augsburg

Kategorie: Film

Fördersumme: 3.000,- Euro

Weitere Informationen:
auf der Facebookseite der Gruppe „Es sind wir“
 


 

Die Idee zum Filmprojekt „Es sind wir“ entstand bereits 2010 durch die Orientalistikstudenten und Filmfans Janosch Freuding, 24, und David Leupold, 24, und wurde im Juni 2011 in das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ aufgenommen.
Bereits im September 2011 begann das Team um die Schauspieler Leif Eric Young, 24, Ian McMillan, 24, Gizem Kaplan, 25, Kamerafrau Zoë Schmederer, 27, und Tonmann Urs Krüger, 28, mit den Dreharbeiten in Augsburg und im türkischen Izmir. Das Team setzte sich nicht nur aus Leuten zusammen, die eine abgeschlossene Ausbildung in Filmbereich haben, sondern das Projekt wurde auch durch Menschen unterstützt, die zum ersten Mal im Filmbereich tätig wurden und durch ihre vielfältigen (deutsch-türkischen) Lebenserfahrungen zum Gelingen des Projekts beitrugen. Darüber hinaus entstand ein Netzwerk von etwa 50 Menschen, wie beispielsweise türkische Film- und Musikstudenten der Yaşar und Ege Universität in Izmir oder Mitglieder des Augsburger Künstlernetzwerkes Theter e.V, die das Projekt unterstützten. Die Premiere des so entstandenen Kurzfilms wird voraussichtlich im Herbst 2012 stattfinden. Langfristiges Ziel des Projekts ist ein Spielfilm von ca. 80min. Dafür hat die Förderung im Jahr 2011 eine gute Basis gebildet.

Die Botschaft des Drehbuchs ist klar:
Die Jugend kann auch heute noch etwas bewegen, sie hat auch heute noch ein Recht auf Träume und Utopien. Die türkische und deutsche Kultur können sich gerade durch ihre Spannungen und Unterschiede gegenseitig ergänzen.

Die Rahmenhandlung des Films:
Student Tobias und seine beiden besten Freunde Niklas und Mischa leben zwar den klassischen studentischen Lifestyle, doch sie wissen, dass ihr Leben mit Sex, Drugs und Rock´n Roll bloß blasse Kopie der Jugend ihrer Eltern ist, weil ihnen selbst der Traum fehlt, die Welt noch verändern zu können. Tobias Leben ändert sich, als er die Deutsch-Türkin Tuğba kennen lernt, und sie eine Liebe erleben, die sich jugendlich leicht und humorvoll über kulturelle Beziehungsklischees hinwegsetzt. Als Tuğba in die Türkei reist, um sich ihrer eigenen Herkunft klarer zu werden, folgt Tobias ihr Hals über Kopf. Beide erleben bei Tuğbas Cousine im chaotischen Izmir eine wunderschöne und intensive Zeit. Bald aber muss Tuğba feststellen, dass sie weit weniger türkisch ist, als ihr bewusst war, Tobias jedoch empfindet sie plötzlich als viel türkischer, als er in Deutschland ahnte. Als die Differenzen zu groß werden, flieht Tobias aus der ihm zu kompliziert gewordenen Beziehung. Zurück in Deutschland ist Tobias emotional am Tiefpunkt, doch er will niemals wieder in sein altes, stumpfes Leben zurück. Inzwischen „süchtig“ nach den großen Gefühlen seiner Türkeireise, erlebt er eine Phase seiner Jugend, die an Intensität der Jugend seiner Eltern um nichts nachsteht. Ohne es vorgehabt zu haben, ist er selbst ein Grenzgänger zwischen den Kulturen geworden, und erkennt, dass Tuğbas Kampf um Identität inzwischen auch sein eigener ist.